Pointers Head beeindruckte mit sattem Sound und professioneller Bühnenshow
27.05.2008 - 09:56 Uhr - Wipperfürth. Am vergangenen Samstag feierte die Lindlarer Hardrockband Pointers Head ihr 10 Jähriges und krönte das Bandjubiläum anlässlich des vierten Albums „Control your Mind“ vor rund 300 Gästen mit einer Release-Party im Veranstaltungszentrum Alte Drahtzieherei in Wipperfürth. Eine Reihe von Gastmusikern sorgte für Überraschungen und einen rundum gelungenen Abend.
Vor knapp 300 Gästen fiel am Wochenende der Vorhang für eine Band, die in ihrer 10-jährigen Bandgeschichte schon so Manches erlebt hat: Neben unzähligen Liveauftritten, gewonnenen Nachwuchspreisen, einer im letzten Jahr gespielten Europaclubtournee als Support der amerikanischen Sleeze Rock Legende L.A.GUNS, folgt nun das von Fans lang erwartete vierte Studioalbum der fünf Jungs aus Lindlar. Und das Warten hat sich gleich im doppelten Sinne gelohnt: Anlässlich des neuen Silberlings präsentierte sich die Band am Samstag in der Alten Drahtzieherei mit einer ausgefeilten Bühnenshow.

Der Abend begann mit einem filmischen Rückblick auf die 10jährige Bandgeschichte. Begleitet von tosendem Applaus fiel dann der Vorhang für eine Show, die das Publikum über zwei Stunden begeistern sollte. Ganz im Zeichen des abendlichen Mottos -„Cars´n´Ladies“- standen die fünf Jungs inmitten eines extra für die Show in Eigenregie produzierten Bühnenbildes, umgeben von Autoreifen und einer riesigen, beleuchteten Autofront, die sich als Schlagzeugpodest herausstellte. Los ging es dann mit dem Titelstück des gleichnamigen Albums „Control your Mind“. Der Name des Songs ist Programm: Pointers Head ist spürbar härter geworden, schafft aber dennoch die Verbindung zwischen handgemachtem Hardrock und melodiösen Refrains. Weiter ging es mit den neuen Songs „Against them all“ und „the mohawks“. Für die männlichen Besucher des Abends gab es ab dem Song „That´s what I am“ die erste Überraschung: Galante Tänzerinnen (Evelyn Pitters, Nicole Feldhoff) boten auf zwei Podesten neben dem mächtige Schlagzeug von Daniel Bosbach richtig was fürs Auge.

Sven Krämer führte als Sänger und Frontmann stilsicher durch die nächsten Titel. Es folgten Songs des Vorläuferalbums „Fireplug Hysteria“ wie „Hate“. Wie schon beim traditionellen Unplugged Set, sorgte Gastmusiker Jöfi Förster an der Mundharmonika für die richtige Blues Harp Atmosphäre des Klassikers „Pumphead“. Auch die aktuelle Single zum ersten eigenen Musikvideo „The One and Guilty“ traf beim Publikum auf enormen Zuspruch. Die Band hatte das Video zum Song vor der eigentlich am Abend geplanten Premiere auf das myspace-Bandprofil eingestellt. Mit dem Titel
„I just don´t care“ verabschiedete sich Pointers Head geräuschvoll in die Pause.

Mit „Rain“ ging es nach der Pause in die zweite Halbzeit. Begleitet nur von Akustikgitarren, durch Jan Eisleben und Kevin Block, überraschte Sven Krämer das Publikum mit der neuen Ballade. Stimmlich unterstützt wurde er dabei von Melanie Schicha und Tanja Causemann von der Lindlarer Coverrock-Band „Catch the Gigant“ und bewies eindrucksvoll, dass die sonst eher harten Rocker auch ein Gespür für die leisen, gefühlvollen Töne haben.
Mit der Ruhe war es allerdings schnell wieder vorbei. Wer sich bis dato noch über das zweite Schlagzeug auf der Bühne gewundert hatte, bekam beim Song „Poolbarman“ mächtig was auf die Ohren. Als Verstärkung hatten sich die Jungs den Freund und Bandkollegen Manuel Förster geholt. Gekonnt in den Song eingebunden legte dieser gemeinsam mit Stammschlagzeuger Daniel Bosbach ein achtminütiges Drumsolo der Extraklasse vor, welches das Publikum unter tosendem Applaus frenetisch feierte. Eine weitere Überraschung hielt der neue Song „Ship called Berta“ parat. Unterstützt von drei Bläsern (Silke Konrad/Saxophon, Frank Prinz/Trompete, Carsten Wannhoff/Posaune) unterstrich auch dieser Titel die Vielfältigkeit und den Ideenreichtum des neuen Pointers Head Albums. Mit der Wahl von „Rage“, „Trip to nowhere“ und „Tokio“ erfüllte Pointers Head die Wünsche der alten Fanbase, die die Band seit nun mehr vier Alben treu begleitet. Mit der Wahl des letzten Titels des Abends sorgte der Song „Coming Home“ für einen gelungenen Schlussakkord. Doch damit nicht genug. Mit der Zugabe des Pointers Head Klassikers „Die between Your Legs“ verabschiedete sich die Band dann eindrucksvoll von zweistündiger Performance, von der das Publikum sichtlich nachhaltig beeindruckt war.
Pointers Head ließen von Beginn an keinen Zweifel offen, dass sie, professioneller denn je, mit dem neuen Album hoch hinaus wollen. Und das spürte auch das Publikum. Sven Krämer und seine Mannen präsentierten sich in Bestform, nutzen jeden Zentimeter der Bühne, um das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Mit Erfolg! Schon nach den ersten Klängen war klar, Pointers Head ist da, wo sie hingehören: auf eine große Bühne. Auch die beiden neuen Gitarristen Kevin Block und Jan Eisleben haben der Band mit frischen Akkorden gut getan. Sie beeinflussen den Gitarrensound nachhaltig, lassen in den 13 neuen Songs keine Kompromisse zu, liefern ein treibendes Riff nach dem anderen und finden in Daniel Bosbach (Drums) und Alexander Althoff (Bass) ihre perfekten Partner für einen mitreißenden Rocksound. Und wenn Frontmann Sven Krämer dieser geladenen Mischung seine unverkennbare Stimme einverleibt, entsteht dieser ganz eigene Sound von Pointers Head. Wer ein aufgesetztes Image vermutet, wird eines Besseren belehrt. Pointers Head sind echt, leben ihren Sound und haben etwas zu sagen. Ihr Sound ist authentisch und mit ihrer satten Bühnenpräsenz haben sie dem Publikum eindeutig bewiesen, welches Ziel sie auch nach 10 Jahren Bandgeschichte nie aus den Augen verloren haben. Pointers Head beschreitet mit dem neuen Label Succotash neue, härtere Wege und präsentiert mit „Control Your Mind“ ein selbstbewusstes und in sich stimmiges Gesamtwerk, das reifer und erwachsener daherkommt.
Diskografie:
2002 The Metalgater, Eigenvertrieb
2004 Pointers Head, Eigenvertrieb
2005 Fireplug Hysteria, Black Bards Entertainment / Alive AG
2008 Control your Mind, SUCCOTASH / GRILLOUTMUSIC
Aktuelle Bandbesetzung :
Alexander Althoff (Bass)
Daniel Bosbach (Schlagzeug)
Kevin Block (Gitarre)
Jan Eisleben (Gitarre)
Sven Krämer (Gesang)
Weitere Infos, Hörproben und das Video „The One and Guilty“ gibt`s Online auf www.myspace.com/pointershead oder www.pointershead.de. Das neue Album kann ab sofort Online für 14,99 €uro bestellt werden und ist demnächst in allen relevanten Onlineportalen als Downloadalbum erhältlich.
Text + Fotos: Chiara Meier

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