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Schluss mit Turbo-Abi?

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25.03.2014 - 10:01 Uhr - Bundesweit wächst der Widerstand gegen das sogenannte „Turbo-Abi“. Der Deutsche Lehrerverband fordert die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren. Doch während Niedersachsen bereits das umstrittene „G8“ wieder abgeschafft hat, hält die NRW-Regierung bislang daran fest

Nach anhaltender Kritik am „Turbo-Abi“ möchte Niedersachsen als erstes Bundesland ab dem Schuljahr 2015/16 flächendeckend zum Abitur nach 13 Schuljahren zurückkehren. Bislang wollte NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) an der G8-Regelung festhalten. Noch im Februar stellte sie klar: „Eine Rückkehr zu G9 wird es nicht geben.“

Doch der Druck wächst und Silvia Löhrmann reagiert: Gemeinsam mit Vertretern aus Schule, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik wolle sie sich „über die Umsetzung der vereinbarten Entlastungen für die Schüler sowie die Zukunft des achtjährigen Bildungsganges an den Gymnasien austauschen“, heißt es.

Die Gegner des „Turbo-Abis“ sehen vor allem den erhöhten Stress, die vollen Stundenpläne und die durchgetakteten Tage wie bei Vollzeitbeschäftigten kritisch. Neben aufgebrachten Eltern, Lehrern und Schülern sind auch Sportvereine und Musikschulen gegen G8: Sie klagen über sinkende Mitgliederzahlen, weil die Schüler ihre Nachmittage nun im Klassenraum und nicht mehr auf dem Fußballplatz oder beim Klavierunterricht verbringen.

Befürworter der Schulzeitverkürzung wie Peter Silbernagel vom Philologenverband NRW möchten die gerade auf den Weg gebrachten Strukturen nicht sofort wieder ändern: „Die Lehrpläne müssten wieder umgestellt werden. Schulen, die mit großem Kostenaufwand Mensen und Ganztagsangebote aufgebaut haben, können nicht ohne Weiteres zurück zum reinen Vormittagsunterricht.“

Was sagen Sie, liebe Leser, soll NRW zum Abitur nach 13 Jahren zurückkehren? Oder meinen Sie, dass an der Schulzeitverkürzung G8 festgehalten wird? Sollten nicht eigentlich Schüler und Lehrer entscheiden?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung einfach per E-Mail an kiwi@sauerlandkurier.de, per Post an den KurierVerlag Lennestadt, Kölner Straße 18, 57368 Lennestadt oder kommentieren Sie direkt hier im Netz unter www.sauerlandkurier.de und auf der KURIER-Seite www.facebook.de/sauerlandkurier.

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